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Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt gegen Daimler – Rückruf droht

Es verdichten sich die Hinweise, dass Mercedes Benz noch tiefer in den Diesel-Skandal verwickelt ist als bisher bekannt. Bereits am 23.05.2018, hatte das Kraftfahrt-Bundesamt Daimler zu einem Rückruf von 6.300,00 Modellen des Transporters Vito aufgefordert. Spiegel-Online berichtet nunmehr, dass dem Daimler-Konzern der amtliche Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen drohe. Unter anderem sollen demnach die C- und die G- Klasse mit den Motorvarianten OM 622 und OM 626 betroffen sein. Hierbei handelt es sich um Vierzylinder Dieselmotoren die aus der strategischen Kooperation mit Renault-Nissan und der Daimler AG entstammen. Seitens des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bestehe der konkrete Verdacht, dass durch den Daimler-Konzern in diesen Fahrzeugtypen unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut worden seien, berichtet Spiegel-Online weiter.  „Sollte sich dieser Verdacht erhärten, würden sämtliche betroffenen Fahrzeuge einen Sachmangel aufweisen, der den Käufer dazu berechtigt, das manipulierte Fahrzeug gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben. Die Daimler AG hätte zudem Ihre Kunden vorsätzlich geschädigt und wäre zum Schadenersatz verpflichtet“,  sagt der Bremer Fachanwalt Lars Murken-Flato von HAHN Rechtsanwälte. „Aufgrund dieser jüngsten Mitteilung und den bundesweit drohenden Fahrtverboten in Innenstädten sollte jeder Inhaber eines jüngeren Daimler-Pkw alarmiert sein und zeitnah fachanwaltlichen Rat über die möglichen Rechtsbehelfe gegen Daimler und den Händler einholen“ – so Murken-Flato weiter.

Daimler steht schon seit Längerem im Fokus des Abgasskandals. Die Mercedes-Motoren der Baureihen OM642 und OM651 sind bereits seit dem vergangenen Jahr Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts des Betrugs. Als eine der ersten Fachanwaltskanzleien hat HAHN Rechtsanwälte bereits Anfang 2018 eine Klage gegen die Daimler AG beim Landgericht Stuttgart eingereicht (https://hahn-rechtsanwaelte.de/mercedes-dieselskandal-klage-gegen-daimler-ag-eingereicht). Wie bereits in der Pressemitteilung vom 16.02.2018 berichtet, besteht auch hinsichtlich weiteren Motorenvariante OM 651 und OM 642 der konkrete Verdacht, dass eine unzulässige Thermosoftware verbaut worden ist. Diesel-Fahrzeuge mit diesen Motorenvarianten wurden von der Daimler AG in den Jahren 2008 bis 2016 millionenfach in Europa und den USA verkauft.

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