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Abgasskandal Verjährung von Ansprüchen Ende des Jahres 2018

Der Skandalmotor EA 189 liefert 2015 den Auftakt für den Dieselskandal. Fahrer von Schummel-dieseln können noch bis Ende 2018 einen Schadenersatzanspruch gegen Volkswagen geltend machen. Dann verjährt die Frist. Der Motor ist etwa in den beliebten Modellen Golf und Passat verbaut.

Seit 2015 ist bekannt: VW verbaut Abschaltvorrichtungen zur Abgasreinigung. Die Fahrzeuge filtern nur auf dem Prüfstand zuverlässig gesundheitsgefährdende Stickoxide aus den Abgasen. Im realen Straßenverkehr regeln die Autos die Reinigung temperaturabhängig herunter oder schalten sie ganz aus. Der Wagen stößt fast ungehindert schädliche Abgase aus. Der Dieselskandal ist geboren.

Als erster Schummelmotor erlangt das Modell mit der Typbezeichnung „EA 189“ traurige Berühmtheit. VW verwendet diesen Motor innerhalb der Konzerngruppe auch bei Audi, Skoda und Seat von 2009 bis 2014. Betroffen sind 1,6 TDI Motoren mit Common-Rail-Dieseleinspritzung, 2,0 TDI Motoren mit Common-Rail-Dieseleinspritzung und 1,2 Liter TDI Motoren.

Fahrer eines VW-Diesels haben gute Chance auf Schadenersatz

Geschädigte Verbraucher können Schadenersatz gegenüber dem Hersteller geltend machen. Dafür gilt eine Frist von drei Jahren nach Bekanntwerden des Problems. Seit 2015 sind Details des Abgasskandals bekannt, die den Motortyp EA 189 betreffen. Die Frist beginnt Ende 2015 und endet demnach am 31. Dezember 2018. Danach können betroffene Diesel-Kunden mit EA 189-Motor keine Schadenersatzansprüche mehr geltend machen.

Entscheiden sich Fahrer eines Diesels mit dem betroffenen Motortyp solche Ansprüche vorzubringen, setzt das voraus, dass der Hersteller vorsätzlich sittenwidrig gehandelt und systematisch betrogen hat. Das nachzuweisen, ist bislang bei allen vom Dieselskandal direkt betroffenen Fahrzeugen unproblematisch. Es gibt offizielle behördliche Feststellungen, die den Einsatz der manipulierten Abgasanlagen bestätigen.

Die Chancen für Fahrzeughalter einen Schadenersatzanspruch erfolgreich umzusetzen, stehen also gut. So haben etwa die Landgerichte Hildesheim und Paderborn VW verpflichtet, das jeweilige Fahrzeug gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzunehmen. Unter Umständen muss der Kunde eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen. Diese fällt sehr viel geringer aus, als der tatsächliche Wertverlust des Fahrzeugs. Das heißt: Kunden können einen wirtschaftlichen Vorteil von mehr als 10.000 Euro erreichen.

Insgesamt entscheiden die Gerichte bislang überwiegend verbraucherfreundlich. Außerdem sind die Hersteller inzwischen oft zu Vergleichen bereit, die teils sogar über die Forderung der Kläger hinausgehen. Hintergrund ist, dass kein Hersteller Interesse an höchstrichterlichen Grundsatzurteilen im Dieselskandal hat.

Sicher ist: In Deutschland können Kunden anders als in den USA keine Entschädigungs- oder andere Leistungen von Volkswagen als Verursacher des Dieselskandals erwarten – trotz anhaltender Milliardengewinne des Konzerns. Auch seitens der Politik ist momentan keine Hilfe in Sicht. Wichtig für alle Betroffenen ist daher: Lernen Sie Ihre Rechte im Abgasskandal kennen. Sie müssen nicht auf Ihrem Schaden sitzenbleiben.

Was bedeutet Schadenersatz im Dieselskandal eigentlich?

 „Wer in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise einem anderen vorsätzlich Schaden zufügt, ist dem anderen zum Ersatz des Schadens verpflichtet.“

§826 Bürgerliches Gesetzbuch

Der §826 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist die wichtigste Anspruchsgrundlage im Dieselskandal. Sie setzt einen Vorsatz – also ein subjektives Verschulden – voraus. Es geht um die sogenannte deliktische Haftung.

Im Dieselskandal besteht das Delikt darin, dass VW die Abgasanlagen der betroffenen Autos sittenwidrig manipuliert hat. Es ist davon auszugehen, dass Volkswagen dabei vorsätzlich gehandelt hat, weil der Konzern als Hersteller von den Manipulationen gewusst haben muss. Ihnen als VW-Kunde ist dadurch ein enormer Schaden entstanden: Sie haben ein Auto gekauft, dass gar nicht hätte zugelassen werden dürfen. Ohne Software-Update droht die Stilllegung durch die Behörden. Kurz: Ihr Wagen sinkt enorm im Wert. Daraus ergibt sich Ihr Schadenersatzanspruch gegenüber Volkswagen als Hersteller des Motors EA 189.

Der Schadenersatzanspruch gegenüber VW zielt möglichst darauf ab, dass der Kunde so gestellt wird, als hätte er den manipulierten Wagen nie gekauft. Dies führt zur Rückabwicklung des Kaufvertrages.  Volkswagen muss dann den Kaufpreis inklusive aller weiteren Kosten, etwa durch eine Finanzierung, erstatten. Davon wird lediglich eine geringe Nutzungspauschale abgezogen werden, die sich nach den vom Geschädigten gefahrenen Kilometern richtet. Unter dem Strich liegt das Ergebnis dieser Rechnung weit über dem möglichen Verkaufspreis für das Fahrzeug auf dem Gebrauchtmarkt.

Es spielt übrigens keine Rolle, ob Sie als Fahrer eines VW-Diesels mit EA 189 Motor den Wagen gebraucht oder neu gekauft haben. Da es sich Ihr Schadenersatzanspruch aus dem Gesetz und nicht aus einem Vertrag ergibt, gilt er egal, wo Sie Ihr Auto erworben haben. Sie müssen keinen Vertrag mit VW oder einem VW-Händler vorweisen.

Lohnt sich für mich eine Schadenersatzklage gegen VW?

Fahrer eines vom VW-Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeugs sind geschädigt. Ihr Wagen trägt den Makel des Dieselskandals – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Marktpreis. Der Wertverlust ist immens. Mit dem gratis Vorteilsrechner von  Schadenersatz im Abgasskandal können Betroffene einmal überschlagen, ob für sie eine Schadenersatzklage infrage kommen könnte.

Diese VW-Fahrzeuge haben den Schummelmotor EA 189

In folgenden Volkswagen-Modellen ist der Motortyp EA 189 verbaut:

  • VW Golf (1.4 TSI, 1.6 TDI)
  • VW Golf VI (GTD, 1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion,1.6 TDI BlueMotion Technology, 12.0 TDI, Variant, Cabrio, Golf Plus)
  • VW Golf VII 1.6 TDI Variant (Euro 6)
  • VW Passat B6, B7 und CC (1.6 TDI BlueMotion, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion Technology) (2008 – 2014)
  • VW Passat (1.4 TSI, 1.6 TDI, 2.0 TDI, 2.0 TDI Variant)
  • VW Tiguan (2.0 TDI) (2007 – 2015)
  • VW Polo (1.6 TDI, 1.6 TDI Blue Motion Technology)
  • VW Polo (1,4 TSI, 1.6 TDI)
  • VW Jetta
  • VW Scirocco (2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW Caddy (1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology) (2005 – 2014)
  • VW Beetle (1,6 TDI und 2,0 TDI) (2011 – 2014)
  • VW Eos (2.0 TDI)
  • VW Sharan I und II (2.0 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion) (2008 – 2014)
  • VW Sharan Highline
  • VW Touran (1.6 TDI, 2.0 TDI) (2005 – 2014)
  • VW T5 Multivan (2.0 TDI) (2009 – 2013)
  • VW T6 Transporter 2.0 TDI

     

Was VW-Kunden wegen der drohenden Verjährung des Schadenersatzanspruches beachten sollten

Eine Schadenersatzklage ist eine von verschiedenen Möglichkeiten für betroffene Dieselfahrer, den Wertverlust ihres Autos zu kompensieren. Lars Murken-Flato, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei HAHN Rechtsanwälte, sagt: „Für wen, welche Maßnahme sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Wir schauen uns jeden Einzelfall an und finden heraus, welche Optionen für den Einzelnen sinnvoll sind.“

Insbesondere in Hinblick auf die drohende Verjährung ihrer Schadenersatzansprüche gegen VW Ende 2018, sollten sich VW-Kunden kurzfristig fachanwaltlich beraten lassen, um die jeweils beste Lösung zu finden. HAHN Rechtsanwälte bietet dazu allen Betroffenen eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung. „Hier können wir die Eckpunkte des Falls und die Ziele des Fahrzeughalters individuell besprechen“, erklärt Lars Murken-Flato.

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